Aufbau von NC-Steuerdaten: NC-Programme
Definitionen zum Verständnis:
NC-Programme sind neben Werkzeugdaten, Nullpunktverschiebungsdaten usw. Bestandteil der NC-Steuerdaten. NC-Programme beschreiben den Ablauf von Bearbeitungsvorgängen.
Trennzeichen lassen erkennen, dass eine Folge von Zeichen (Zeichenkette) abgeschlossen ist. Vom Decoder werden als Trennzeichen gewertet:
CR | LF | ETX | TAB | \0 | Blank | ( | ; | " | ] | , | # | $ |
Hinweis
Diese Zeichen dürfen nicht in Dateinamen oder als Teil von %-Programmnamen von NC-Haupt- oder Unterprogrammen (lokal, global) verwendet werden, andernfalls wird ein Fehler ausgegeben.
Kommentare enthalten nichtdecodierbare ASCII-Informationen, die zwischen den Zeichen "(" und ")" bzw. bei ";" dahinter stehen müssen. Stehen innerhalb eines Kommentares weitere "(", so werden entsprechende ")" erwartet. Das Satzendezeichen und das Dateiendezeichen schließen die Kommentare ab.
Mathematische Ausdrücke sind aufgebaut aus Zahlen, Parametern, Operatoren, Funktionen etc. Sie werden von einer integrierten Rechenfunktion ausgewertet.
Beispiele: "100", "100+20", "100+P10", "100+PP10", "100*[2+P3]", "DEXP[2]", "100+SIN[P10+PP20]".
Ein NC-Programm besteht aus:
- Kommentaren,
- Definitionen lokaler Unterprogramme, bestehend aus:
- String "%L ", gefolgt von einem Unterprogrammnamen,
- einer Anzahl von NC-Programmsätzen,
- einer Unterprogrammendekennung (M17 oder M29).
- Definition des Hauptprogrammes, bestehend aus:
- String "%", gefolgt von einem Hauptprogrammnamen,
- einer Anzahl von NC-Sätzen,
- einer Hauptprogrammendekennung (M02 oder M30).
Hinweis
Wird in der Datei außerhalb von Kommentaren als erstes Zeichen weder ein Trennzeichen noch ein "%" vorgefunden, so wird dies als erstes Zeichen eines namenlosen Hauptprogrammes gewertet. Das bedeutet auch, dass vor "%" keine Satznummern programmiert werden dürfen.